Für Katz und Hund: Kurhessische Fleischwaren GmbH produziert jetzt Snacks

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: mit Wirkung zum 31.1.2017 wurde die kff Kurhessische Fleischwaren GmbH  an den drittgrößten Heimtierfutter-Hersteller Europas, die Deuerer-Gruppe verkauft. Der Produktionsstandort Fulda bleibt erhalten und es gibt eine Arbeitsplatzgarantie bis 2018 für die 140 Mitarbeiter.

Vorausgegangen war eine monatelange Hängepartie mit vielen Gerüchten in der Branche. Mit Tegut hatte der Biowurstfabrikant Ende 2015 seinen größten Abnehmer verloren und versuchte seitdem vergeblich, neue Märkte zu erschließen. Der für 2014 ausgewiesene Umsatz von rund 138 Millionen Euro war drastisch gesunken, so dass der Fortbestand des Unternehmens akut bedroht war.

Snacks für Hund und Katze statt Bio-Wurst

Nun soll die kff künftig Snackartikel für Hund und Katze in Fulda herstellen. Schmackhaft gemacht hat Deuerer der kff den Produktwechsel damit, dass diese Produktion zur „Königsklasse der Tiernahrung“ gehöre und technisch anspruchsvoll sei.

„Ich bin sehr froh, dass die KFF als Teil einer starken Unternehmensgruppe jetzt wieder eine unternehmerische Perspektive hat“, betont der frühere Eigentümer Wolfgang Gutberlet, dessen Stiftung die Anteile am Unternehmen gehalten und jetzt an die Deuerer Gruppe verkauft hat. „Wir haben uns sehr bemüht, im Sinne der Mitarbeiter eine langfristig tragfähige Lösung zu finden. Aus eigener Kraft konnte die KFF nach der Entwicklung der vergangenen Jahre leider nicht mehr überleben. Aber die Deuerer Gruppe ist der ideale wirtschaftlich leistungsfähige Partner, um die KFF wieder in eine bessere Zukunft zu führen.“

Im Premium-Segment innerhalb der Pet Food-Branche expandiert Deuerer bereits seit einigen Jahren stetig. „An unserem Brettener Stammsitz sind wir in diesem Bereich inzwischen an den Kapazitätsgrenzen angelangt. Der Standort Fulda mit seinen technischen und großzügigen räumlichen Voraussetzungen ermöglicht es uns, neue Produktlinien zu produzieren und Innovationen zu entwickeln“, sagte Hans-Jürgen Deuerer.