Prognosen: Der Hot Dogs- und Wurstmarkt wächst weiter

Trotz der Warnung der WHO Ende 2015 über mögliche Krebsrisiken durch erhöhten Fleischkonsum und Tendenzen in Europa und Nordamerika zu verstärktem vegetarischen Konsum sehen zwei Studien dennoch die Nachfrage nach Hot Dogs und Würsten von derzeit 64,7 Milliarden Dollar steigen.

Während das Marktforschungsinstitut Technavio bis 2019 einen Anstieg auf 76 Milliarden US-Dollar sieht, prognostiziert Transparency Market Research bis 2021 einen ähnlichen Anstieg auf dann 80,4 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Dabei spielt interessanterweise die wachsende Nachfrage nach kalorienarmen, biologischen Lebensmitteln eine Rolle. Sie ist ein Trend, der in der ganzen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt.Das Bewusstsein, Übergewicht abzubauen und Fettleibigkeit zu vermeiden, produziert auf dem Markt offenbar zwei unterschiedliche Reaktionen. Einerseits verringert der Trend zu gesünderer Lebensweise den Trend zu Hot Dogs und Würstchen. Andererseits sorgt die Forderung von Konsumenten nach gesünderen Bio-Versionen der beliebten Würstchen zu einem Aufschwung.  Und der Bio-Trend wird offenbar für viele Konzerne attraktiv, bedeutet er doch, dass höhere Gewinne zu realisieren sind.

Hot Dogs und Wurst gehören nahezu auf der ganzen Welt zu den beliebtesten Lebensmitteln für Kinder und Jugendliche. Daher sind die Haushalte mit Kindern und Studenten die attraktivste Verbrauchergruppe für Hot Dogs und Wurst. Die wachsende Bevölkerung von Menschen im Alter zwischen 20 und 30 wird damit zum Schlüsselfaktor für diesen Markt.

„Die Nachfrage nach Hot Dogs und Wurst variiert von Region zu Region und auch nach Saison“, so der Transparency Market Research-Analyst. Zum Beispiel bedeuten Ferienmonate einen Anstieg der Nachfrage nach Frühstücks-Würstchen. Insbesondere große Sportveranstaltungen in den USA tragen zur steigenden Nachfrage bei, so das Ergebnis einer Umfrage des National Hot Dog and Sausage Council.

Vom roten zum weißen Fleisch

Bis zu 2021 wird es jedoch global zu einer Verschiebung der Verbraucherpräferenzen vom roten Fleisch zu Hühnerfleisch geben. Denn bei letzterem ist der Cholesteringehalt niedriger. Darüber hinaus enthält Huhn keine Trans-Fett, dasals einer der wichtigsten Faktoren gilt, die koronare Herzkrankheiten auslösen. 

Mehr Informationen in einer Pressemitteilung des Marktforschungsinstituts Transparency Research Market